Aktuelle Themen

Hier finden sich Hinweise zu aktuellen Themen aus der Geschichte der Gemeinde, etwa sich jährende Ereignisse.

Alle Themen, auch der Vorjahre, können in der Rubrik "Zur Geschichte der Gemeinde" angesehen werden.

 

Jüdisches Leben in Köln-Mülheim 

 

Im Jahr 2021 erinnern wir uns an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. In einem Schreiben aus dem Jahr 321 an die Stadt Köln gestattete es der römische Kaiser Konstantin, jüdische Bürger in den Rat zu berufen. Im Zuge der Pestprogrome im Mittelalter wurden die Juden aus Köln vertrieben. Erst als die Franzosen 1794 die diskriminierenden Gesetze gegen die Juden und die Protestanten aufhoben, konnten sich Juden wieder auf Kölner Stadtgebiet niederlassen. Bereits einige Jahre zuvor entstand in Mülheim, das zum Herzogtum Jülich-Berg gehörte, eine jüdische Gemeinde. Am heutigen Neurather Rind erwarb sie ein Grundstück für einen Friedhof.

Ein Arbeitskreis um die Mülheimer Geschichtswerkstatt hat sich im letzten Jahr mit diesem Friedhof und dem jüdischen Leben in Mülheim beschäftigt. Als Ergebnis liegt eine Broschüre und ein Video vor. In einem Artikel sind die wesentliche Erkenntnisse zusammengefasst.

Diese Beiträge sowie die Dokumentation der Fotoausstellung im Herbst 2021 in der Friedenskirche sind hier zu sehen.

 

 

 

 

VIDEOS:

 

Ludwig Wilhelm Lepper (Teil 1): Die Westerwälder Pfarrerdynastie Lepper

Das Video zeigt in Teil 1 das Leben des Mülheimer reformierten Predigers, der 1738 nach Mülheim berufen wurde. Seine Vorfahren waren als Pastoren im Westerwald in der Grafschaft Wied und Wied-Runkel tätig. Er selbst war nach seinem Vater 20 Jahre Pastor in Oberdreis. Das Video gibt einen Einblick in die Lebensverhältnisse einer Westerwälder Pastorendynastie im 17. und 18. Jahrhundert. >>VIDEO Teil 1 (YouTube)

 

Ludwig Wilhelm Lepper (Teil 2): Prediger der Reformierten Gemeinde von Mülheim am Rhein 1738-1776

Im 2. Teil wird ein Einblick in die großen Veränderungen gegeben, die Lepper durch seinen Wechsel in die wohlhabende Gemeinde in Mülheim am Rhein erlebte. Die wichtige Rolle der Ältesten der Gemeinde, zu denen auch die bedeutenden Fabrikanten- und Kaufmannsfamilien gehörten, wird deutlich. Anders als die Pastoren in der Grafschaft Wied, die dem Grafen und seiner Ordnung unterstellt waren, wurde in den reformierten Gemeinden des Herzogtums Berg die Eigenverantwortung der Gemeinden durch die Ältesten und die Synodalen wahrgenommen. Bis heute ist diese "presbytorial synodale" Kirchenordnung in der Rheinischen Landeskirche bestimmend. >>VIDEO Teil 2 (YouTube)

 

Weitere Videos >>hier ansehen

 

 

TEXTBEITRÄGE:

 

 

Vor 70 Jahren, am 16.1.1949 wurde die Luther-Notkirche nach nur einem halben Jahr Bauzeit eingeweiht. Der Neubau war infolge der Zerstörung der 1895 errichteten Lutherkirche in den letzten Jahren des 2. Weltkriegs notwendig geworden. Der Ersatz-Kirchenbau wurde durch eine Spende amerikanischer Lutheraner möglich. Die Bauausführung erfolgte im Rahmen einer Initiative des "Hilfswerks der EKD", die architektonische Gestaltung lag zusammen mit fast 50 weiteren Notkirchen in Händen von Otto Bartning.

Das Jubiläum wurde von der Gemeinde im Januar 2019 unter anderem mit einer Ausstellung begangen, in der Dokumente, Bauzeichnungen und Fotos aus der Baugeschichte der Luthernotkirche gezeigt wurden. 

Diese Exponate der Ausstellung sowie die Ausführungen zur Entstehungsgeschichte sind hier dokumentiert:

>Ausstellung: 70 Jahre Luthernotkirche 

 

 

 

Flüchtlinge in Mülheim - gab es nicht nur heute sondern in jedem Jahrhundert. Dazu gibt es auch im Archiv unserer Gemeinde interessante Dokumente, die das Engagement der Gemeinde belegen. Dietrich Grütjen hat sie bearbeitet in einem Artikel für den Gemeindebrief "Die Brücke", 2/2017, der hier unter dem Titel >> "Lobt Gott zu aller Zeit - Flüchtlinge in Mülheim" nachzulesen ist. Außerdem hat er diese Zeit (vor über 400 Jahren) in einem ausführlichen Aufsatz aufleben lassen. Er wurde auch im Jahrbuch 66-2017 für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes veröffentlicht mit dem Titel >>"Lobt Gott zu aller Zeit - Flüchtlingshilfe im Dreißigjährigen Krieg in der Reformierten Gemeinde Mülheim am Rhein" und ist ebenfalls hier nachzulesen.